Impulse für einen gelungenen, guten Familienalltag

Hier findet Ihr Impulse und Erfahrungen aus dem KESSen Alltag. 


 

August 2026

 

Kess-erziehen: Verschiedene Kurse - gemeinsame Ziele

 

Starke Eltern

 

Kess-erziehen stärkt Mütter und Väter in einem respektvollen Erziehungsstil.

Sie erfahren, welche sozialen Grundbedürfnisse Kinder und Jugendliche haben und was sie zur positiven Entwicklung ihres Selbstwertgefühls brauchen. Die Eltern lernen, weshalb Kinder und Jugendliche bestimmte störende Verhaltensweisen zeigen und wie sie darauf situationsorientiert und förderlich reagieren können.

 

Ein respektvoller Umgang miteinander

Kess-erziehen unterstützt Väter und Mütter, den Kindern und Jugendlichen wertschätzend zu begegnen, Vertrauen in ihre Fähigkeiten zu entwickeln und so weit wie möglich auf die Eigentätigkeit und das Verantwortungsbewusstsein des Kindes und Jugendlichen zu bauen. Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern wird dadurch entscheidend gestärkt.

Eigenständige, verantwortungsvolle und lebensfrohe Kinder

 

Kess-erziehen zeigt auf, wie das Zugehörigkeitsgefühl zur Familie gefördert werden kann,

auf dessen Grundlage Kinder und Jugendliche sich einbringen und kooperieren. Mütter und Väter werden ermutigt, Grenzen respektvoll zu setzen und den Heranwachsenden die logischen und fairen Folgen zuzumuten, die aus ihrem Verhalten resultieren. So lernen sie, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen.

 

Ein gekonntes Umgehen mit Konflikten

Kess-erziehen vermittelt Strategien, um aus beginnenden Eskalationen auszusteigen. Mütter und Väter werden zu konsequentem Handeln ermutigt. Und es werden Wege aufgezeigt, Meinungsverschiedenheiten und Konflikte mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam anzugehen und zu lösen.

 

Sinnfragen nicht aus dem Weg gehen

Kess-erziehen unterstützt Mütter und Väter dabei, mit ihrem Kind gemeinsam auf die Suche nach dem Sinn des Lebens zu gehen. Denn Kinder wollen ihre Welt begreifen: nicht nur wie alles funktioniert, sondern auch warum alles so ist, wie es ist.

Erziehung, die Spaß macht

 

Kess-erziehen lenkt den Blick auf die Stärken der Mütter, Väter und Kinder.

Gegenseitiger Respekt, verständnisvoller Umgang und Momente der Ermutigung reduzieren Konfliktpotenziale und erziehungsbedingten Stress. So nimmt die Freude am gemeinsamen Wachsen und dem liebevollen, spannenden und erlebnisreichen Miteinander zu.

Praktische Erziehungshilfen

 

Kess-erziehen setzt an konkreten Erziehungssituationen der Väter und Mütter, die am Kurs teilnehmen, an.

Und sie nutzen die darin liegenden Ressourcen zur Förderung der Erziehungs- und Handlungskompetenz. Impulse, Reflexionen, Übungen und konkrete Anregungen für zu Hause ermöglichen eine leichte Umsetzung der vermittelten Inhalte. Gleichzeitig wird eine Vernetzung interessierter Eltern - und damit eine hilfreiche soziale Einbindung - angeregt.

 

Weitere Informationen

 

https://www.kess-erziehen.de/


Juli 2026

 

Urlaub mit Kindern: Tolle Ideen für kleine Budgets

 

ddimitrova auf Pixabay

 

Bald sind Sommerferien und meine Kinder (6 und 8 Jahre) schmieden schon Urlaubspläne. Sie wünschen sich einen All-inclusive-Urlaub wie ihre Freundinnen und Freunde ihn machen – am liebsten eine Flugreise. Wegen unserer finanziellen Situation kann ich mir so einen Urlaub nicht leisten. Oft habe ich deshalb ein schlechtes Gewissen und das Gefühl, meinen Kindern nichts bieten zu können. (Tamara, 43)

Es ist verständlich, dass Sie sich unter Druck gesetzt fühlen, Ihren Kindern „etwas bieten“ zu müssen. – Gerade dann, wenn Ihre Kinder begeistert von den kostspieligen Urlauben anderer Familien erzählen. Doch hinter dem Wunsch „teuer“ zu verreisen, steht womöglich nicht das Reiseziel an sich, sondern soziale Grundbedürfnisse Ihrer Kinder: Sie möchten gleiche Erlebnisse mit ihren Freundinnen und Freunden teilen, um sich zugehörig, wichtig und anerkannt zu fühlen.

Beziehungen gestalten

Im Elternkurs Kess-erziehen geht man davon aus, dass Kinder – wie auch Erwachsene – bestimmte soziale Grundbedürfnisse haben: Sie möchten dazugehören, sich geliebt fühlen, wichtig sein, Bedeutung haben, sich fähig fühlen, Einfluss nehmen, sich geborgen und sicher fühlen. Diese Grundbedürfnisse spielen im Leben eine große Rolle – bei den Kindern untereinander und noch viel mehr im Familienalltag. Beachten Eltern die sozialen Grundbedürfnisse ihrer Kinder, entsteht eine gute Beziehung. Kinder kooperieren eher, entwickeln soziale Fähigkeiten und können besser mit Gefühlen und Herausforderungen umgehen.

Unvergessliche Urlaube

Ob ein Familienurlaub als schön oder cool erlebt wird, hängt nicht am Reisepreis oder der Entfernung des Reiseziels. Viel mehr kommt es auf die „Qualität“ der Zeit an, die Sie als Eltern mit Ihren Kindern verbringen. Und das ist keine Frage des Geldbeutels. Auch mit einem kleinen Budget können Sie unvergessliche Urlaube schaffen – und dabei ganz bewusst auf die sozialen Grundbedürfnisse Ihrer Kinder eingehen:

Erklären Sie kindgerecht die (finanziellen) Grenzen: Das Budget, die maximale Entfernung der (Ausflugs-)Ziele, die Anzahl der Übernachtungen, die Sie sich leisten können … Nennen Sie dabei auch Ihre Anliegen: Action? Erholung, Ruhe und Entspannung? Oder alles, jeweils an unterschiedlichen Tagen? Damit vermitteln Sie: „Ich beziehe euch ein, ihr seid mir wichtig.“

Auch vor der eigenen Haustür gibt es viel zu entdecken. Überlegen Sie gemeinsam: Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in der Nähe? Wo finden wir abenteuerliche Wanderwege? In welchen Gewässern kann man kostenlos baden? Welche Bauernhöfe kann man besichtigen? – Oder wie wäre es mit einer Nachtwanderung, Zelten unterm Sternenhimmel, einer Fahrradtour mit Schatzsuche, einem Morgenspaziergang mit Sonnenaufgang … Sammeln Sie alle Ideen – auch wenn sie auf den ersten Blick abwegig scheinen. So erfahren Sie, was Ihren Kindern besonders wichtig ist – und zeigen ihnen damit: „Ich interessiere mich für euch, ihr dürft mitbestimmen.“ Kinder genießen gemeinsame Unternehmungen umso mehr, wenn sie dabei mitentscheiden dürfen.

Auch gemeinsame Projekte wie ein Futterhäuschen für Vögel zu bauen oder ein Zimmer umzugestalten, Fotoalben ganz „altmodisch“ zu kleben, stärken die Verbundenheit. Kinder fühlen sich fähig – und erleben dabei: „Ich kann was und gemeinsam schaffen wir viel.“

Fühlen sich Kinder – und auch Erwachsene – in ihren sozialen Grundbedürfnissen gesehen und beachtet, kann jedes gemeinsame Urlaubserlebnis – egal wo – ein ganz besonderes werden. Nicht jede Familie kann Fernreisen finanzieren. Doch jede Familie kann Beziehung gestalten. Und darauf kommt es an.

In diesem Sinne wünsche ich ihnen erlebnisreiche und erholsame Urlaubstage!

Sebastian Wurmdobler

Gemeindereferent und Kess-erziehen-Kursleite

Bei der Suche nach familiengerechten Ferienangeboten und finanziellen Hilfen unterstützen diese Institutionen:

Quelle:

Sebastian Wurmdobler

Gemeindereferent und Kess-erziehen-Kursleiter

www.elternbriefe.de


Juni 2026

Stressfreier Morgen: Wie Kinder lernen, zu kooperieren

 

Morgens geht es bei uns oft chaotisch zu. Meine Kinder, Luis (6) und Lina (4), lassen sich schnell ablenken und ziehen ihre Jacken und Schuhe nur an, wenn ich sie dauernd wieder ermahne. Das führt regelmäßig zu Stress und Streit, obwohl ich mir einen entspannten Start in den Tag wünsche. Wie kann ich meine Kinder dabei unterstützen, morgens besser mitzumachen und den Ablauf stressfrei zu gestalten? (Hannah, 32)

Stress und Streit am Morgen – das kennen viele Familien. Zwang und Druck helfen dann nicht, sondern heizen die Situation nur weiter an. Wichtig für Sie zu wissen: Kinder im Alter von vier und sechs Jahren leben gedanklich in ihrer eigenen Welt. Sie „trödeln“ nicht aus böser Absicht. Und auch nicht, um Sie zu ärgern oder zu stressen. Luis und Lina sind einfach mit ihren eigenen Themen beschäftigt.

 

Neues Mindset am Morgen

Kinder kooperieren von Natur aus gerne. Sie erledigen Dinge lieber gemeinsam als alleine. Setzen Sie also erst einmal gedanklich bei sich selbst an, damit der entspannte gemeinsame Start in den Tag gelingt:

Gehen Sie von der Kooperationsbereitschaft Ihrer Kinder aus, statt Stress oder Machtkämpfe gedanklich vorwegzunehmen.

Um sich morgens darauf einzustellen, brauchen Sie mehr Zeit für sich. Und auch Ihre Kinder brauchen Zeit, um in ihrem Tempo kooperieren zu können.

Eine Viertelstunde früher aufzustehen, kann Druck aus der Situation nehmen.

 

Neue Morgenroutine ausprobieren

Wichtig ist auch, dass Luis und Lina sich von Ihnen gesehen und wahrgenommen fühlen. Probieren Sie dazu mal eine andere Morgenroutine aus:

Wenden Sie sich Ihren Kindern zu und suchen Sie den Blickkontakt. Dann schildern Sie in wenigen Worten die Situation und was sie von den beiden erwarten. Zum Beispiel (in freundlichem Ton und mit einem kleinen Zeitpuffer): „Luis (mit Blickkontakt), Lena (mit Blickkontakt), ich sehe, ihr seid fertig mit dem Frühstück. Lasst uns jetzt die Jacken und Schuhe anziehen.“

Klappt es gut, sagen Sie das den beiden auch, beispielsweise: Wie sehr sie sich darüber freuen, dass der Start in den Tag so entspannt verläuft.

Ist die Situation schon verhärtet, macht es Sinn, die Kinder bei der Suche nach Lösungen stärker miteinzubeziehen:

Setzen Sie sich dazu am Nachmittag entspannt mit den beiden zusammen und fragen Sie nach ihren Ideen, damit am nächsten Morgen alles gut klappt. Für Kinder ist so eine Beteiligung enorm wichtig, wenn sie wirklich ernst gemeint ist. Oft haben sie sehr gute Vorschläge. Das erhöht auch die Chance, dass sie morgens aktiv mithelfen, damit es besser läuft.

Erklären Sie anschließend kurz und knapp, weshalb Ihnen ein guter Start in den Tag wichtig ist. Zum Beispiel: „Ich habe euch beide sehr lieb und möchte gerne morgens gemeinsam mit euch gut gelaunt aus dem Haus gehen.“

In einem solchen Gespräch erfahren Sie auch, was Luis und Lina morgens noch wichtig ist oder ihnen helfen würde, zu kooperieren.

Familienalltag neu denken

Am nächsten Morgen kommt dann der „Testlauf“. Egal, ob der klappt oder nicht – setzen Sie sich nachmittags noch einmal mit Ihren Kindern zusammen und besprechen, wie es gelaufen ist. Damit zeigen Sie, dass Sie sowohl die Kinder als auch sich selbst ernst nehmen. Ihren Kindern Raum zu geben, um zu kooperieren, bringt viel. So lernen sie, auch andere schwierige Situationen gemeinsam zu verbessern, mitzugestalten und altersgemäß zu einem schönen Familienleben beizutragen. Fazit: Veränderungen im Zusammenleben sind ein Prozess – und keine „Veränderungen auf Knopfdruck“: Sie werden immer wieder neu an die jeweiligen Umstände angepasst.

 

Quelle:

Sabine Maria Schäfer

Erziehungsberaterin, systemische Familientherapeutin und "Kess-erziehen" - Kurs-Referentin

https://www.elternbriefe.de


 Mai 2026

Ermutigungstipps: Raus aus dem Hamsterrad

 

Zahlreiche Erwachsene kennen das von Kindesbeinen an: Wer Fehler macht, wird mit der Nase drauf gestoßen. Das fördert eine selbstkritische Haltung. Mütter und Väter können darum meist rasch benennen, was nicht so gut läuft:

Mit der Erziehung. Im Familienalltag. Die eigenen Stärken wahrzunehmen, fällt ihnen hingegen schwer.  

Sich selbst positiv in den Blick nehmen

Was mag ich an mir als Mutter oder als Vater? – Das muss kein großes Ding sein. Keine erzieherische Mammutleistung.

 

Denn: 

Alltag besteht aus vielen Kleinigkeiten, die rasch aus dem Blick geraten. Dabei tragen sie oft wesentlich zu einer angenehmen Atmosphäre in der Familie bei:

 

  • Vielleicht sind Sie eine wunderbare Gute-Nacht-Geschichten-Vorleserin?
  • Oder der weltbeste Sandwich-Maker?
  • Eine einfühlsame Zuhörerin für die Sorgen Ihrer Kinder?
  • Oder ein lustiger Muntermacher beim gemeinsamen Spielen? 

 

Sich selbst Mut machen

Es ermutigt – gerade in Krisenzeiten – wertschätzend auf vermeintlich Selbstverständliches zu blicken. Das Augenmerk wohlwollend auf die eigenen Fähigkeiten zu lenken, ist wichtig für das Selbstwertgefühl. Es kann guttun, sich auf Stärken zu besinnen, statt mit Schwächen zu hadern.  

Andere mit ins Boot nehmen

 

Aber Eigenlob stinkt doch! – Diesen Satz haben zahlreiche Erwachsene verinnerlicht. Wer Schwierigkeiten hat, sich als Mutter oder Vater selbst positiv in den Blick zu nehmen, kann andere darum bitten. Fragen Sie eine gute Freundin oder Ihren besten Kumpel nach einer Einschätzung: „Welche Eigenschaften schätzt du an mir als Mutter oder Vater?“ Am besten lassen Sie es sich aufschreiben. Dann können Sie die ermutigenden Worte immer wieder nachlesen.  

Ermutigung ist lebenswichtig

 

Nicht nur für Eltern, sondern auch für Kinder. Durch Ermutigung lernen sie, ihre eigenen Stärken zu schätzen und Selbstbewusstsein zu entwickeln. Sie ermutigen Ihr Kind, beispielsweise indem Sie  

bemerken, wie es etwas Neues versucht oder Fortschritte macht

ihm vermitteln, dass es wichtig für Sie ist, an seine Fähigkeiten zu glauben

 

Mutmach-Sätze

Übrigens: Ermutigung ist für Kinder besonders wichtig, wenn etwas nicht so gut gelaufen ist. Oder wenn sie mit einer Aufgabe nicht weiterkommen. Oder wenn sie einen Fehler gemacht haben. Mut zuzusprechen, fällt manchmal schwer. Der Elternkurs Kess-erziehen gibt dafür Anregungen: 

 

 

„Ich mag dich, so wie du bist“-Sätze

„Wie schön, dass es dich gibt!“

„Ich bin richtig gern mit dir zusammen!“

„Du kannst es“-Sätze

„Das scheint schwierig (beängstigend, kompliziert) zu sein. Doch ich bin sicher, du wirst eine Lösung dafür finden.“

„Die Aufgabe ist bei dir in guten Händen. Deswegen habe ich sie dir gerne anvertraut.“

„Ich schätze dich wert“-Sätze

„Deine Meinung ist mir sehr wichtig!“

„Ich freue mich sehr darauf, mit dir etwas gemeinsam zu machen.“

„Du machst Fortschritte“-Sätze

„Es fällt dir immer leichter, diese Aufgaben zu rechnen.“

„Schau mal, wie weit du bereits gekommen bist.“ 

 


April 2026

Stressfreier Morgen: Wie Kinder lernen, zu kooperieren

Morgens geht es bei uns oft chaotisch zu. Meine Kinder, Luis (6) und Lina (4), lassen sich schnell ablenken und ziehen ihre Jacken und Schuhe nur an, wenn ich sie dauernd wieder ermahne. Das führt regelmäßig zu Stress und Streit, obwohl ich mir einen entspannten Start in den Tag wünsche. Wie kann ich meine Kinder dabei unterstützen, morgens besser mitzumachenund den Ablauf stressfrei zu gestalten? (Hannah, 32)

 

Stress und Streit am Morgen – das kennen viele Familien. Zwang und Druck helfen dann nicht, sondern heizen die Situation nur weiter an. Wichtig für Sie zu wissen: Kinder im Alter von vier und sechs Jahren leben gedanklich in ihrer eigenen Welt. Sie „trödeln“ nicht aus böser Absicht. Und auch nicht, um Sie zu ärgern oder zu stressen. Luis und Lina sind einfach mit ihren eigenen Themen beschäftigt.

Neues Mindset am Morgen

Kinder kooperieren von Natur aus gerne. Sie erledigen Dinge lieber gemeinsam als alleine. Setzen Sie also erst einmal gedanklich bei sich selbst an, damit der entspannte gemeinsame Start in den Tag gelingt:

Gehen Sie von der Kooperationsbereitschaft Ihrer Kinder aus, statt Stress oder Machtkämpfe gedanklich vorwegzunehmen.

Um sich morgens darauf einzustellen, brauchen Sie mehr Zeit für sich. Und auch Ihre Kinder brauchen Zeit, um in ihrem Tempo kooperieren zu können.

Eine Viertelstunde früher aufzustehen, kann Druck aus der Situation nehmen.

Neue Morgenroutine ausprobieren

Wichtig ist auch, dass Luis und Lina sich von Ihnen gesehen und wahrgenommen fühlen. Probieren Sie dazu mal eine andere Morgenroutine aus:

Wenden Sie sich Ihren Kindern zu und suchen Sie den Blickkontakt. Dann schildern Sie in wenigen Worten die Situation und was sie von den beiden erwarten. Zum Beispiel (in freundlichem Ton und mit einem kleinen Zeitpuffer): „Luis (mit Blickkontakt), Lena (mit Blickkontakt), ich sehe, ihr seid fertig mit dem Frühstück. Lasst uns jetzt die Jacken und Schuhe anziehen.“

Klappt es gut, sagen Sie das den beiden auch, beispielsweise wie sehr sie sich darüber freuen, dass der Start in den Tag so entspannt verläuft.

Ist die Situation schon verhärtet, macht es Sinn, die Kinder bei der Suche nach Lösungen stärker einzubeziehen:

Setzen Sie sich dazu am Nachmittag entspannt mit den beiden zusammen und fragen Sie nach ihren Ideen, damit am nächsten Morgen alles funktioniert. Für Kinder ist so eine Beteiligung enorm wichtig, wenn sie wirklich ernst gemeint ist. Oft haben sie hervorragende Vorschläge. Das erhöht auch die Chance, dass sie morgens aktiv mithelfen, damit es besser läuft.

Erklären Sie anschließend kurz und knapp, weshalb Ihnen ein guter Start in den Tag wichtig ist. Zum Beispiel: „Ich habe euch beide sehr lieb und möchte gerne morgens gemeinsam mit euch gut gelaunt aus dem Haus gehen.“

In einem solchen Gespräch erfahren Sie auch, was Luis und Lina morgens noch wichtig ist oder ihnen helfen würde, zu kooperieren.

Familienalltag neu denken

Am nächsten Morgen kommt dann der „Testlauf“. Egal, ob der klappt oder nicht – setzen Sie sich nachmittags noch einmal mit Ihren Kindern zusammen und besprechen Sie, wie es gelaufen ist. Damit zeigen Sie, dass Sie sowohl die Kinder als auch sich selbst ernst nehmen. Ihren Kindern Raum zu geben, um zu kooperieren, bringt viel. So lernen sie, auch andere schwierige Situationen gemeinsam zu verbessern, mitzugestalten und altersgemäß zu einem schönen Familienleben beizutragen. Fazit: Veränderungen im Zusammenleben sind ein Prozess – und keine „Veränderungen auf Knopfdruck“: Sie werden immer wieder neu an die jeweiligen Umstände angepasst.

 

Sabine Maria Schäfer

Erziehungsberaterin, systemische Familientherapeutin und "Kess-erziehen" - Kurs-Referentin

 


März 2026

Aus aktuellem Anlass aus dem offenen Gruppentreffen:

Ein Childhood-Haus für Frankfurt

 

Das Childhood-Haus Frankfurt ist eine kinderfreundliche, interdisziplinäre, ambulante Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die körperliche und sexualisierte Gewalt (mit)erlebt haben. Gemeinsam mit dem Land Hessen wir hier unter der Trägerschaft des Universitätsklinikums Frankfurt wird hier eine altersgerechte, multiprofessionelle Beratung und Versorgung und rechtliche Fallabklärung in kindgerechtem Umfeld angeboten.  

Das gemeinsame Ziel ist es, betroffenen Kindern und Jugendlichen aus dem Raum Frankfurt einen Ort zu schaffen, wo sie sich sicher und verstanden fühlen dürfen und ihr Wohlbefinden im Vordergrund steht.  

 

 

https://www.childhood-de.org/childhood-haus/haeuser/childhood-haus-frankfurt/


Februar 2026

Kind-Krank-Meldung

 

Wenn ein Kind unter 12 Jahren erkrankt, haben Eltern in Deutschland einen klaren Rechtsanspruch auf Freistellung vom Arbeitsplatz. Die Kind-Krank-Meldung löst eine Kette aus: sofortige Benachrichtigung des Arbeitgebers, Freistellung und Lohnersatzleistungen durch die Krankenkasse. Im Jahr 2026 gelten erweiterte Regelungen bis Ende des Jahres.

 

Meldepflicht und Freistellung

Eltern müssen den Arbeitgeber unverzüglich informieren – idealerweise vormittags am selben Tag. Nennen Sie Grund („Kind krank“), voraussichtliche Dauer und dass ein Attest folgt (ärztlich ab Tag 1 Pflicht). Der Arbeitgeber stellt Sie unentgeltlich frei ohne Lohnfortzahlung aus Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG), da § 616 BGB greift. Limits 2026: 15 Tage pro Kind und Elternteil, max. 35 Tage bei mehreren Kindern; Alleinerziehende erhalten doppelt (30/70 Tage). Keine Freistellung, wenn andere Betreuung (z. B. Großeltern, Kita trotz Krankheit) möglich ist.

 

Kinderkrankengeld als Lohnersatz

Nach Freistellung beantragen Eltern Kinderkrankengeld bei der gesetzlichen Krankenkasse: Reichen Sie Attest, Lohnmeldung des Arbeitgebers und ggf. Betreuungsbestätigung ein (online oder per Post). Die Kasse zahlt 90% des ausgefallenen Nettoentgelts (basierend auf letzten 12 Monaten Durchschnitt), bei Einmalzahlungen (z. B. Weihnachtsgeld) sogar 100%. Höchstbetrag: 135,63 € pro Tag (2026). Steuerfrei, aber ab 410 €/Jahr in der Steuererklärung angeben (Progressionsvorbehalt). Kein Anspruch bei privater KK oder wenn Arbeitgeber Lohn zahlt.

 

Praktische Tipps und Fallstricke

Dauer: Bis Kind genesen oder alternative Betreuung; mehrtägig nur bei Bedarf.

Häufige Fälle: Bei wiederholten Meldungen kann Arbeitgeber oder Jugendamt prüfen (Kindeswohl?); keine automatische Gefährdung.

 

Beispielrechnung: Bei 2.500 € netto Monatslohn (ca. 83 €/Tag) – Krankenkasse zahlt bis 74,70 €/Tag (90%).

Experten raten: Dokumentieren Sie alles, um Streit zu vermeiden. Die Regelung schützt Familien, bleibt aber bis 2026 befristet.

 


Januar 2026

 

Alles Gute für das Jahr 2026

 

Ein in neues Jahr – eine neue Chance, Beziehung zu gestalten.

 

Möge 2026 geprägt sein von echtem Miteinander, ermutigendem Zuhören und dem Vertrauen darauf, dass jedes Kind und jeder Erwachsene gute Gründe für sein Verhalten hat.

 

 

Lassen wir uns auch im neuen Jahr leiten von den KESS-Werten:

 

Kooperativ im Alltag,

ermutigend im Miteinander

sozial in der Gemeinschaft und

selbstständig im Denken und Handeln.

 

Auf ein Jahr voller Zuversicht, Gelassenheit und gemeinsamer Entwicklung – im Geist von KESS erziehen!

 

 

Für 2026 sind auch wieder KESS-Abende per Zoom geplant. Bitte beachtet hier die Termine und die entsprechenden Ankündigungen.


Dezember 2025

Eine Weihnachtsgeschichte

Das Märchen vom festlichen Monat Dezember

 

„Ich bin der Letzte!“
Der Dezember betrachtete sich in der spiegelnden Oberfläche des großen Meeres.
„Und irgendwie sehe ich auch danach aus: alt und faltig.“
Er runzelte die Stirn, dann klatschte er in die Hände und weckte seine Monatskollegen aus ihrem Novemberschlaf und rief:
„Wie sagen es die Menschen zuweilen? Die Letzten werden die Ersten sein. Dezemberzeit ist Partyzeit! Jeder meiner Tage wird ein Fest sein. Ein unvergessliches Fest sogar. Ja! Ich will feiern! Beeilung!“
Illustration Dezember am Meer, im Hintergrund die alten JahreszeitenDie anderen Monate sahen sich verwundert an. Was war auf einmal los mit dem Dezember, diesem besonnenen und weisen Kollegen?
„Warum der Stress?“, erkundigte sich der Juli und gähnte.
Der Juni nickte. „Es ist die Zeit des Winterschlafs. Die Natur hat sich zur Ruhe begeben, die Tiere schlafen und die Tage sind kurz.“
„Kurz und dunkel“, bestätigte der März. „Erst wenn ich …“
„Du bist nicht gefragt, Angeber!“, brummte der Oktober.
„Eben!“, schnitt der Dezember seinen Freunden das Wort ab. „Dunkel! Es ist dunkel, nebelig und kalt dort unten im Land. Müde sind die Menschen und gestresst. Es ist höchste Zeit, die Lichter anzuzünden.“
Er formte die Hände zu einem Trichter und rief laut:
„Hey, Kollege November! Ich komme!“
„Bin schon da!“ Mit gesenktem Haupt kam der November angeschlichen. Er wischte sich ein paar Tränen von den Wangen. „Bei mir sind die Menschen oft traurig und übellaunig. Und das macht mich auch traurig.“
„Das wird sich nun ändern“, tröstete der Dezember ihn. „Ich bringe das Licht ins Dunkel. Ich bin der Monat des Lichts und der festlichen Feste, und, nebenbei bemerkt, der Lieblingsmonat der Kinder.“
„Falsch!“, warf der Februar ein. „Der Lichtmonat, der bin ich.“
„Und der Lieblingsmonat“, protestierte der August, „der …“
„Mein Licht ist anders.“ Der Dezember lächelte. „Es ist ein kleines Licht, ein leises, feierliches. Ein geheimnisvolles.“
„Und dieses warme Licht muss nun zu den Menschen gebracht werden“, ergänzte der November. „Deshalb bin ich auch schon ein paar Tage früher zurückgekehrt. Geh und bring ihnen deine Freude, dein Licht und deine Feste.“
Der Dezember nickte zufrieden. „Du bist ein guter Kollege und ich danke dir für die zusätzlichen Tage. So kann ich mit den Menschen schon zum letzten Novembersonntag den ersten Lichtsonntag – sie nennen es Advent – feiern. Wunderbar! Nun muss ich aber los, die Kerzen anzünden.“
Illustration Dezember mit Kerzenlicht, Hintergrund winterliches Städtchen, helle Fenster, MenschenUnd das tat er dann auch, der Dezember. Mit kundigen Schritten zog er von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf, von Haus zu Haus, und überall lag plötzlich eine leise, feine, liebevolle und freudige Stimmung in der Luft. Und wenn man ganz still war, konnte man es auch hören. Ein Singen, das durch die Lüfte sirrte: Dezember ist da, die schöne Zeit im Jahr mit hellem Licht und Kerzenschein, mit süßen Düften und Heimlichkeiten , mit Nikolausfreuden, Lichtfesten, Winteranfang und ersten Schneeflocken, dem Weihnachtsfest und seinen Feiertagen und mit dem letzten Tag im Jahr.
Und die Menschen, die liebten ihn, den Monat Dezember. Und der liebte die Menschen. Und ein kleines bisschen auch sich selbst.
„Ich bin der Beste“, murmelte er und schielte zu seinen Kollegen hinauf.
„Und der Letzte …“, griente der Januar, der sich schon die Hände rieb.
Doch das überhörte der Dezember, und das war auch gut so.

                                                                                                                           Quelle: https://www.elkeskindergeschichten.de/


November 2025

Irrtümer in der Partnerschaft

 

 

 

Unrealistische Vorstellungen über die Natur einer partnerschaftlichen Beziehung führen zu Irrtümern, die eine Partnerschaft gefährden können. Folgende neun Irrtümer sind charakteristisch:

 

 

1. Irrtum: „Du musst immer mit mir zusammen sein!“

Diese Forderung ist im Alltagsleben erstens unrealistisch, zwei-
tens engt sie die Partnerin / den Partner ein, die / der daraufhin
möglicherweise aus der Beziehung ausbricht. Auch in einer
Partnerschaft bleibt jeder Mensch ein eigenständiges

Individuum.

 

2. Irrtum: „Du darfst keine Geheimnisse vor mir haben!“

Geheimnisse gehören zur Individualität. Geheimnisse zu haben
bedeutet auch, für den Anderen interessant zu sein und zu blei-
ben.

 

3. Irrtum: „Du musst mich leidenschaftlich lieben!“

Niemand fühlt immer gleich. Es gibt ein permanentes Auf und
Ab sowohl in der eigenen Befindlichkeit als auch in den Emoti-
onen der Partnerin / dem Partner gegenüber.

 

4. Irrtum: „Du darfst keinen eigenen Freundeskreis haben!“

Diese Forderung käme einer Isolation gleich, da mit der Auf-
gabe von Freundschaften wichtige soziale Kontakte verloren
gingen, die zum Wohlbefinden beitragen und auf die man in
Notsituationen zurückgreifen kann.

 

 

5. Irrtum: „Du allein bist für mein Glück verantwortlich!“

Jeder Mensch ist selbst für sein Leben und somit für sein Glück
verantwortlich. Mit dieser Verantwortungszuschreibung kann
ein immenser Druck auf der Partnerin / dem Partner lasten, dem
diese/r auf Dauer nicht standhält.

 

6. Irrtum: „Du musst für mich sorgen!“

Diese Verlautbarung hat bestenfalls bei Krankheiten des einen
Partners Geltung. Beide Partner sollten in der Lage sein für sich
selbst zu sorgen, da sonst die Macht- bzw. Abhängigkeitsver-
hältnisse ins Wanken geraten können.

 

7. Irrtum: „Du musst mich ohne Worte verstehen!“

Bei sehr homogenen (gleichartigen) Paarbeziehungen ist nicht
immer ein sprachlicher Austausch zum gegenseitigen Ver-
ständnis notwendig. In der Regel bedarf es aber der Worte, um
Missverständnisse zu klären, Schwierigkeiten zu beseitigen
und nicht zuletzt, um Gefühle auszudrücken.

 

8. Irrtum: „Gegensätze ziehen sich an!“

Das mag durchaus zutreffen, aber eine extrem heterogene Paar-

beziehung hat aufgrund zu unterschiedlicher Interessen in der

Regel keinen Bestand.

 

9. Irrtum: „Wir brauchen kein Geld zum Glücklichsein!“

In der ersten Verliebtheitsphase mag dies so sein. Im Alltagsleben

wird man schnell eines Besseren belehrt. Die häufigsten

Streitigkeiten in der Partnerschaft drehen sich um das Geld.

 

Oktober 2025

Quelle: https://www.elternbriefe.de/

 

Geschwister: Weshalb manche Kinder immer streiten

 

Meine zwei Söhne (4 und 6 Jahre) sind wie „Hund und Katz“. Dass sie so viel streiten und sich gegenseitig kränken, belastet mich sehr. Es tut weh zu sehen, wie sie miteinander umgehen. Natürlich gibt es auch Momente, in denen sie gut miteinander auskommen. Trotzdem treibt mich die Frage um, was ich als Elternteil falsch gemacht habe. (Corina, 38 Jahre)

Ich kann Ihre Sorge gut verstehen – doch es ist wichtig zu wissen: Die Beziehung zwischen Geschwistern können Eltern nicht „machen“. Streitereien in der Familie und Zoff zwischen Geschwistern gehören zum Alltag. Diese Reibereien sind ein guter Anlass, auf das „Wie“ des Miteinanders zu achten. Also zu lernen, Konflikte fair auszutragen.

Damit das gelingt, braucht es Unterstützung und Begleitung vonseiten der Eltern: Regeln, Werte und Strategien, um mit Wut und Enttäuschungen konstruktiv umzugehen – und auch Verständnis für die Gründe, weshalb Geschwister miteinander streiten. Die sogenannten sozialen Grundbedürfnisse dabei in den Blick zu nehmen, ist eine erste Spur.

Kinder wollen sich geliebt und dazugehörig fühlen. Von Anfang an strebt das Kind danach, ein anerkanntes und wichtiges Familienmitglied zu sein. Doch dabei kann es immer wieder vorkommen, dass eines Ihrer Kinder eine Situation im Familienalltag so interpretiert, dass es zu dem Schluss kommt: „Mama/Papa hat mich nicht so lieb wie meinen Bruder!“ Und das kann passieren, obwohl Sie als Eltern das überhaupt nie beabsichtigen. So zu fühlen, tut weh. Diese Verletztheit bekommt dann womöglich das Geschwisterkind ab. Gegen das Gefühl des Kindes anzukämpfen und es wegzureden, bringt nichts. Was es jetzt braucht, sind Verständnis, Wertschätzung und Zugehörigkeit:

Verbringen Sie gelegentlich mit jedem Kind einzeln Zeit. Also eine „Special Time“, währenddessen es die Mama/den Papa nicht mit dem Geschwisterkind teilen muss.

Halten Sie in Ihrem Alltag ganz bewusst Ausschau nach solchen Gelegenheiten. Zum Beispiel: Wenn das eine Kind beim Sporttraining ist, können Sie mit dem anderen Kind etwas unternehmen. Miteinander spielen, basteln, kuscheln oder was auch immer Ihnen beiden Freude macht.

 

Sich fähig zu fühlen ist ein weiteres soziales Grundbedürfnis. Es frustriert Kinder, wenn sie etwas nicht können oder schaffen. Und wenn sie sich dabei noch mit dem Bruder oder der Schwester vergleichen, geht die Kränkung möglicherweise noch tiefer. Auch darin kann eine Ursache für Geschwisterstreit liegen. Halten Eltern das eine Geschwisterkind dem anderen als Vorbild oder gutes Beispiel vor, vertieft das die Konkurrenz. Hilfreich ist es, die Geschwister nicht miteinander zu vergleichen und situationsorientiert auf Probleme einzugehen:

Wann immer Sie das Verhalten eines Ihrer Kindes stört, bleiben Sie bei sich und gönnen sich einen kurzen Stopp-Moment anstatt sofort aus dem Bauch heraus zu reagieren.

Überlegen Sie, warum Sie sich beispielsweise genervt fühlen oder ungeduldig reagieren.

Positionieren Sie sich dem Kind gegenüber mit Ihrem Anliegen, ohne das Geschwisterkind mit hineinzuziehen.

Das Thema Gleichbehandlung legt eine weitere Spur, wenn es darum geht, Gründe für Geschwisterstreitigkeiten zu finden. Gleich behandelt zu werden, wird zwar oft von den Kindern selbst eingefordert. Besonders dann, wenn es um materielle Dinge geht. Doch bei genauer Betrachtung ist die vermeintliche Gleichbehandlung oftmals ungerecht. Denn: Sie nimmt keine Rücksicht auf die unterschiedlichen Bedürfnisse, die Geschwisterkinder haben. Jedes Kind mit seinen Bedürfnissen wahr- und ernstzunehmen, ist gerecht und stärkt die Beziehungen in der Familie.

 

Sebastian Wurmdobler

Gemeindereferent und Kess-erziehen-Kursleiter

 


September 2025

20 Bittenvon Kindern

 

Nicht mehr ganz neu, aber nach wie vor sehr berüheren.

 

Die 20 Bitten von Kindern welche einst von Karin Jäckel 

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Karin_J%C3%A4ckel

 

veröffentlicht wurden.

 

Ein Vater sandte sie mir mal wieder zu und ich halte sie auch heute noch für einen Meilenstein. Oft wurden diese zitiert, doch in vielen Fällen auch ignoriert. Dies zeigt, wie ignorant wir doch immer wieder mit den Interessen unserer Kinder umgehen. In einer doch manchmal sehr nachdenklichen Auslegung von Kinderrechten und dem Kindswohlbegriff. 

 

 

Meine liebe Mama, mein lieber Papa,

 

1. Vergesst nie: Ich bin das Kind von euch beiden.

Ich liebe euch beide. Darum will ich mich nicht von euch trennen und keinen von euch verlieren. Ich habe jetzt zwar einen Elternteil, bei dem ich hauptsächlich wohne und der die meiste Zeit für mich sorgt, aber ich brauche den anderen genauso.

 

2. Helft mir, zu dem Elternteil, bei dem ich nicht ständig bin, Kontakt zu halten. Wählt für mich die Telefonnummer, wenn ich anrufen möchte oder schreibt die Adresse auf einen Briefumschlag, wenn ich ein Bild für meinen anderen Elternteil gemalt habe. Helft mir, zu Weihnachten oder zum Geburtstag ein schönes Geschenk für den anderen zu basteln oder zu kaufen. Teilt neue Fotos von immer mit dem andren.

 

3. Fragt mich nicht, wen von euch beiden ich lieber mag. Ich habe euch beide gleich lieb. Macht den anderen also nicht schlecht vor mir. Denn das tut mir weh.

 

4. Redet miteinander wie erwachsene Menschen. Ihr seid schließlich meine Vorbilder. Und benutzt mich nicht als Boten zwischen euch – besonders nicht für Botschaften, die den anderen traurig oder wütend machen

 

5. Verplant nie die Zeit, die mir mit meinem anderen Elternteil gehört. Ein Teil meiner Zeit gehört meiner Mutter und mir, ein Teil meinem Vater und mir. Haltet euch daran.

 

6. Seid nicht traurig, wenn ich euch verlasse und zum anderen Elternteil gehe. Der, von dem ich weggehe, soll auch nicht denken, dass ich es in den nächsten Tagen schlecht hätte. Am liebsten würde ich immer bei euch beiden sein. Aber ich kann mich nicht in zwei Stücke reißen – nur weil ihr unsere Familie auseinandergerissen habt.

 

7. Seid nicht enttäuscht oder böse, wenn ich beim anderen bin. Ich vergesse keinen von euch, auch wenn ich mich dann nicht melde. Ich habe jetzt zwei Zuhause. Die muss ich gut auseinanderhalten – sonst kenne ich mich in meinem Leben überhaupt nicht mehr aus. 8. Gebt mich nicht wie ein Paket vor der Haustür des anderen ab. Bittet den anderen für einen kurzen Moment rein und redet darüber, wie ihr mein schwieriges Leben einfacher machen könnt. Wenn ich abgeholt oder gebracht werde gibt es kurze Momente, in denen ich euch beide habe. Zerstört dies nicht dadurch, dass ihr euch anödet oder zankt.

 

9. Lasst mich vom Kindergarten oder bei Freunden abholen, wenn ihr den Anblick des anderen nicht ertragen könnt. Aber denkt daran: ich liebe diesen Anblick. Also verhindert nicht, dass ich den anderen sehe.

 

10. Streitet euch nicht vor mir. Seid wenigstens so höflich miteinander, wie ihr es zu anderen Menschen seid und wie ihr es auch von mir verlangt.

 

11. Erzählt mir nichts von Dingen, die ich noch nicht verstehen kann. Sprecht darüber mit anderen Erwachsenen, aber nicht mit mir.

 

12. Lasst mich meine Freunde zu beiden von euch mitbringen. Ich wünsche mir, dass sie meinen Vater und meine Mutter toll finden.

 

13. Einigt euch fair übers Geld. Ich möchte nicht, dass einer von euch viel Geld hat – und der andere ganz wenig. Es soll euch beiden so gut gehen, dass ich es bei euch beiden gleich gemütlich habe.

 

14. Versucht nicht, mich um die Wette zu verwöhnen. Soviel Schokolade kann ich nämlich gar nicht essen, wie ich euch beide lieb habe.

 

15. Sagt mir offen, wenn ihr mal mit dem Geld nicht auskommt. Für mich ist Zeit ohnehin viel wichtiger als Geld. Von einem lustigen gemeinsamen Spiel habe ich viel mehr als von einem neuen Spielzeug.

 

16. Macht nicht immer soviel „action“ mit mir. Es muss nicht immer was Tolles oder Neues sein, wenn ihr etwas mit mir unternehmt. Am schönsten ist es für mich, wenn wir einfach fröhlich sind, spielen und ein bisschen Ruhe haben.

 

17. Lasst möglichst viel in meinem Leben so, wie es vor eurer Trennung war. Das fängt bei meinem Kinderzimmer an und hört bei den kleinen Dingen auf, die ich mit euch gemeinsam oder ganz allein mit meinem Vater oder meiner Mutter gemacht habe. Es sind kostbare Erinnerungen für mich und helfen mir, meine neue Familiensituation zu verkraften.

 

18. Seid lieb zu den anderen Großeltern - auch wenn sie bei eurer Trennung mehr zu ihrem eigenen Kind gehalten haben. Ihr würdet doch auch zu mir halten, wenn es mir schlecht ginge! Ich will nicht auch noch meine Großeltern verlieren.

 

19. Seid fair zu dem neuen Partner, den einer von euch findet oder schon gefunden hat. Mit diesem Menschen muss ich mich ja auch arrangieren. Ich kann es besser, wenn ihr euch nicht gegenseitig eifersüchtig belauert. Es wäre sowieso am besten für mich, wenn ihr beide jemanden zum Liebhaben findet. Dann seid ihr nicht mehr so böse aufeinander.

 

20. Seid optimistisch. Eure Ehe habt ihr nicht hingekriegt – aber ihr seid immer noch meine Eltern. Also lasst uns wenigstens die Zeit danach gut hinbekommen. Ich glaube, es hilft uns allen, wenn ihr meine Bitten an euch ernst nehmt. Vielleicht redet ihr miteinander darüber. Aber streitet nicht. Benutzt meine Bitten nicht dazu, dem anderen vorzuwerfen, wie schlecht er zu mir ist. Wenn ihr das macht, habt ihr nicht verstanden, wie es mir jetzt geht und was ich brauche, um mich wohler zu fühlen. 


 

August 2025

 

Kurzer Impuls

 

Heute mal einen kurzen Impuls, den ich euch gern mitgeben möchte. Die Zeit mit Kindern ist immer auch mal sehr herausfordernd. Sie nehmen uns Zeit, sie kosten uns Nerven, und nicht wenige Nächte verbringen wir mit Sorge um ihr Wohl. Gerade in einer Trennungssituation ist es manchmal sehr überschattend, wie schwierig die Situation sein kann. Daher der Impuls:

Schaut euch heute Nacht mal eure Kinder an, wie sie schlafen. Schaut euch diese kleinen Wesen an, für die ihr einer der wichtigsten Menschen im Leben sein werdet und bereits seid. Lasst es einfach mal wirken.

 

 

 


  Juli 2025

Selbstfürsorge für Väter (gilt auch für Mütter) – Stark sein heißt auch, gut für sich zu sorgen

Vater zu sein ist heute mehr als nur „Ernährer“ zu sein. Viele Männer übernehmen aktiv Verantwortung in der Erziehung, begleiten ihre Kinder emotional und gestalten Familie partnerschaftlich mit. Das ist wunderbar – aber auch fordernd. Zwischen Job, Familie, Partnerschaft und eigenen Erwartungen bleibt oft kaum Zeit zum Durchatmen. Viele Väter funktionieren, bis sie an ihre Grenzen stoßen. Dabei gilt: Wer für andere da sein will, muss auch auf sich selbst achten. Selbstfürsorge ist kein Zeichen von Schwäche – sondern ein Zeichen von Stärke und Klarheit.

 

 

Was bedeutet Selbstfürsorge für Väter?

 

Selbstfürsorge heißt, bewusst wahrzunehmen, was man selbst braucht – körperlich, mental und emotional – und diesen Bedürfnissen auch Raum zu geben. Für Väter kann das heißen: sich Zeit für Sport oder Hobbys nehmen, mit einem Freund über Sorgen sprechen, Entlastung suchen, Grenzen setzen – oder auch einfach mal bewusst nichts tun.

 

Warum Selbstfürsorge für Väter unverzichtbar ist

 

Vorbilder durch Verhalten, nicht durch Worte

Väter, die gut mit sich selbst umgehen, leben ihren Kindern ein gesundes Männerbild vor – fernab von „Hauptsache stark, nie müde, nie schwach“.

 

Väterlicher Druck ist real

Viele Männer stehen unter enormem Erwartungsdruck – leistungsstark im Job, präsent zu Hause, emotional zugänglich, aber bitte souverän. Ohne bewusste Pausen und Reflexion kann das auf Dauer krankmachen.

 

Partnerschaft benötigt Balance

Wer sich selbst ständig zurückstellt, hat irgendwann keine Energie mehr für eine liebevolle Partnerschaft. Selbstfürsorge hilft, nicht in Dauerstress und Unzufriedenheit abzurutschen.

 

Typische Hürden – besonders für Männer

 

„Ich muss funktionieren.“

Der gesellschaftliche Anspruch an Männer, immer stark, belastbar und lösungsorientiert zu sein, lässt wenig Raum für Schwäche. Doch echte Stärke zeigt sich, wenn man sich selbst ernst nimmt – inklusive der eigenen Grenzen.

 

„Ich hab keine Zeit.“

Zeit für sich selbst entsteht nicht von allein. Sie muss bewusst geschaffen werden – auch wenn es erstmal ungewohnt ist, sich selbst diese Zeit zuzugestehen.

 

„Ich will kein Egoist sein.“

Wer auf sich achtet, handelt nicht egoistisch, sondern verantwortungsvoll. Denn ein präsenter, entspannter Vater hat einen ganz anderen Einfluss als ein erschöpfter.

 

Kleine Schritte, große Wirkung – Selbstfürsorge im Vater-Alltag 

Kurze Auszeiten einbauen: 10 Minuten Joggen, eine Runde mit dem Fahrrad oder einfach im Auto kurz sitzen bleiben – kleine Pausen wirken oft Wunder.

 

Mit anderen Vätern sprechen: Männergespräche über mehr als nur Arbeit oder Sport – das hilft, Druck abzubauen und sich nicht allein zu fühlen.

 

„Nein“ sagen lernen: Nicht jeder Termin, jede Aufgabe muss sofort erledigt werden. Die Welt dreht sich weiter – auch wenn Papa sich mal ausklinkt.

 

Routinen für sich selbst entwickeln: Ein Morgenritual, eine Sporteinheit pro Woche oder eine feste Zeit für sich selbst schafft Struktur und Selbstachtung.

 

Professionelle Hilfe annehmen, wenn nötig: Auch Väter dürfen erschöpft, traurig oder überfordert sein. Unterstützung zu suchen ist kein Zeichen von Schwäche – sondern von Verantwortungsbewusstsein.

 

Fazit 

Selbstfürsorge für Väter ist keine Nebensache – sie ist grundlegend. Ein Vater, der sich selbst gut kennt, ernst nimmt und auf sich achtet, ist nicht nur gesünder und zufriedener, sondern auch ein echtes Vorbild für seine Kinder. Er zeigt, dass man als Mann stark sein kann – ohne sich selbst dabei zu verlieren.


 

Juni 2025

Was ist Kess-erziehen?

 

Eine "kesse" Haltung in der Erziehung

Wir wollen...

starke Eltern...

 Kess-erziehen stärkt Mütter und Väter in einem respektvollen Erziehungsstil. Sie erfahren, welche sozialen Grundbedürfnisse Kinder und Jugendliche haben und was sie zur positiven Entwicklung ihres Selbstwertgefühls brauchen. Die Eltern lernen, weshalb Kinder und Jugendliche bestimmte störende Verhaltensweisen zeigen und wie sie darauf situationsorientiert und förderlich reagieren können.

 

... einen respektvoller Umgang miteinander

Kess-erziehen unterstützt Väter und Mütter, den Kindern und Jugendlichen wertschätzend zu begegnen, Vertrauen in ihre Fähigkeiten zu entwickeln und so weit wie möglich auf die Eigentätigkeit und das Verantwortungsbewusstsein des Kindes und Jugendlichen zu bauen. Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern wird dadurch entscheidend gestärkt.

 

... eigenständige, verantwortungsvolle und lebensfrohe Kinder

Kess-erziehen zeigt auf, wie das Zugehörigkeitsgefühl zur Familie gefördert werden kann, auf dessen Grundlage Kinder und Jugendliche sich einbringen und kooperieren. Mütter und Väter werden ermutigt, Grenzen respektvoll zu setzen und den Heranwachsenden die logischen und fairen Folgen zuzumuten, die aus ihrem Verhalten resultieren. So lernen sie, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen.

 

... ein gekonntes Umgehen mit Konflikten

Kess-erziehen vermittelt Strategien, um aus beginnenden Eskalationen auszusteigen. Mütter und Väter werden zu konsequentem Handeln ermutigt. Und es werden Wege aufgezeigt, Meinungsverschiedenheiten und Konflikte mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsam anzugehen und zu lösen.

 

... Sinnfragen nicht aus dem Weg gehen

Kess-erziehen unterstützt Mütter und Väter dabei, mit ihrem Kind gemeinsam auf die Suche nach dem Sinn des Lebens zu gehen. Denn Kinder wollen ihre Welt begreifen: nicht nur wie alles funktioniert, sondern auch warum alles so ist, wie es ist.

 

... Erziehung, die Spaß macht

Kess-erziehen lenkt den Blick auf die Stärken der Mütter, Väter und Kinder. Gegenseitiger Respekt, verständnisvoller Umgang und Momente der Ermutigung reduzieren Konfliktpotenziale und erziehungsbedingten Stress. So nimmt die Freude am gemeinsamen Wachsen und dem liebevollen, spannenden und erlebnisreichen Miteinander zu.

 

... praktische Erziehungshilfen geben

Kess-erziehen setzt an konkreten Erziehungssituationen der Väter und Mütter, die am Kurs teilnehmen, an. Und sie nutzen die darin liegenden Ressourcen zur Förderung der Erziehungs- und Handlungskompetenz. Impulse, Reflexionen, Übungen und konkrete Anregungen für zu Hause ermöglichen eine leichte Umsetzung der vermittelten Inhalte. Gleichzeitig wird eine Vernetzung interessierter Eltern - und damit eine hilfreiche soziale Einbindung - angeregt.

 

Jetzt auch direkt hier im Eltern Rat Vater Rat Netzwerk. 

 

 

Mai 2025

Familienalltag: Raus aus dem

Dauerstress

 

Familienalltag: Raus aus dem Dauerstress
choreograph auf elements.envato.com

Seit einiger Zeit habe ich den Eindruck, dass bei uns zu Hause alles zu viel wird. Uns, das sind: mein Mann, ich und unsere beiden Töchter (8 und 6 Jahre). „Eigentlich“ geht es uns allen gut. Wir haben keine finanziellen Sorgen, unsere Kinder sind gesund, wir wohnen schön und fahren in den Urlaub. Und trotzdem ist seit einiger Zeit die Stimmung immer wieder gereizt. Unglaublich viele Termine rund um die Kinder sind zu bewältigen. Manchmal wächst mir alles über den Kopf.

 

Sie beschreiben eine Situation, die sicherlich viele Familien betrifft: Überlastung, Eltern im Dauerstress, Mental Load … Die Gründe sind vielfältig. Zum einen steigen die Anforderungen von außen. Zum anderen stellen viele Mütter und Väter hohe Ansprüche an sich selbst und an das Familienleben. Und gerade wenn vermeintlich alles „in Ordnung ist“, ist es gar nicht so leicht, sich Belastungen einzugestehen. Denn dies scheint ja der Normalzustand zu sein. Umso besser, dass Ihnen die zunehmend gereizte Stimmung in Ihrer Familie auffällt. Was also können Sie tun?

 

Erste Hilfe gegen Stress

Geht es im Alltag hoch her, ist es zunächst einmal wichtig, die konkrete Situation zu entschärfen. Manchmal hilft es schon, nach einer kurzen Ankündigung gut für sich selbst zu sorgen und sich „herunterzufahren“, indem Sie:

  • kurz auf den Balkon, in den Garten oder einmal um den Block gehen;
  • Atemübungen machen;
  • sich eine Tasse Tee oder Kaffee gönnen, diese ganz bewusst trinken und dabei nur auf den Duft und die Wärme des Getränks achten.

Also: Aus der stressigen Situation herauszugehen und sich bewusst auf etwas anderes oder etwas Entspannendes zu konzentrieren. Indem sie eine Eskalation vermeiden, geben Sie ein gutes Vorbild ab.

Raus aus dem Hamsterrad

Und wie lässt sich der ganze Stress langfristig in den Griff bekommen? Wir haben ein paar Ideen für Sie gesammelt:

  • Verschaffen Sie sich mit einem Familienkalender, Wochenplänen oder Listen einen Gesamtüberblick zu Ihren tatsächlichen Belastungen.
  • Überprüfen Sie, ob all diese Dinge wirklich notwendig sind: Welche Termine oder Aufgaben können Sie streichen?
  • Checken Sie die Aufgabenverteilung: Welches Familienmitglied erledigt was? Sind die Aufgaben fair verteilt? Sind auch Ihre Kinder altersgerecht daran beteiligt? Wo ist ein Ungleichgewicht? Gibt es Aufgaben, die Sie an andere außerhalb Ihrer Familie delegieren können? Wie lässt sich Ihr soziales Netz der Unterstützung weiter ausbauen?
  • Überdenken Sie Ihre Ansprüche. Sowohl Ihre eigenen als auch die Ihrer Familie. Ein Beispiel: Muss der Kuchen für Schul– oder Sportveranstaltungen immer selbst gebacken sein? Oder darf es auch mal die Torte aus der Tiefkühltruhe im Supermarkt sein?
  • Entwickeln Sie Ihre Optionen: Dies können feste Rituale und Abläufe sein. Oder die Einplanung von „leeren Zeiten“, zu denen Platz ist für Ungeplantes und Missgeschicke. Oder auch für zeitaufwändigere und für aufgestaute Aufgaben.

Und vor allem: Planen Sie für alle auch Me-time ein. Zeit für sich selbst. Um sich zu erholen und frische Kraft zu tanken.

 

 

Sabine Maria Schäfer
Erziehungsberaterin, systemische Familientherapeutin und "Kess-erziehen" - Kurs-Referentin

Quelle: https://www.elternbriefe.de/